Osteopathie
wurde bereits im 19. Jahrhundert in den USA von dem amerikanischen Arzt
Andrew Taylor Still entwickelt. Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle Form der Medizin,
bei welcher mit den Händen Funktionsstörungen diagnostiziert und behandelt werden.
Sie kommt entweder alleine (ggf. nach schulmedizinischer Abklärung) oder begleitend zu
dieser zur Anwendung. Diese in Deutschland erst relativ junge Form der Medizin basiert
gemäß dem Prinzip “Leben ist Bewegung“ darauf, dass alle Gewebe des Körpers frei beweglich
sein müssen.
Ist in einem Gewebe des Körpers die Bewegung eingeschränkt, so beeinträchtigt es dessen
Funktion. Kommen immer mehr solcher Bewegungsverluste zusammen, kann der gesunde
Organismus nicht mehr kompensieren und es kommt zu ersten Symptomen: z.B. Nacken-/
Kopf- und Rückenschmerzen oder Verspannungen bei Bewegungsstörungen der Wirbelsäule,
Sodbrennen/ Völlegefühl bei einer Einschränkung des Magens, Menstruationsprobleme/ Ver-
stopfung bei Einschränkungen des Beckens, Schwindel/ Tinnitus bei Bewegungsverlusten des
Schädels
(Diese Aufzählung ist natürlich nur beispielhaft. Die Symptome können auch an völlig anderen
Stellen des Körpers auftreten und scheinbar unabhängig von den vom Osteopathen gefundenen
Funktionsstörungen sein!).
Über lange Zeit- z.T. Monate und Jahre- zeigen sich diese Störungen nur durch mehr oder
minder diffuse, oft im Labor/ Röntgen noch nicht fassbare Zeichen, so dass der Patient oft nicht
richtig ernst genommen wird. Kann der Körper sich jedoch nicht mehr ausreichend verteidigen,
werden aus diesen Funktionsstörungen tatsächliche Erkrankungen z.B. Magengeschwür,
Bandscheibenvorfall etc.